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Natürlich machen Nutzer und Seller von Amazon.de sich häufig Sorgen, wenn es mal wieder eine Änderung der Nutzungsbedingungen oder Richtlinien gibt, denn niemand möchte von Amazon.de sanktioniert oder ausgeschlossen werden. Allerdings haben wir Glück, denn Amazon.de ist "nur" ein Ableger von Amazon.com und verfügt praktisch über keinerlei Eigenständigkeit oder eigenes Handeln, was die Richtliniengestaltung angeht. In den letzten Jahren konnten wir uns darauf verlassen, dass wesentliche Änderungen zunächst in den USA auf Amazon.com auftraten und dann - wenn überhaupt - mit einer Verzögerung von Tagen, Wochen oder Monaten auch auf Amazon.de eingeführt wurden.

Weiterlesen: Amazon Review Clubs: Das läuft in USA

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Seit 22.11. sind auch in Deutschland neue Richtlinien für das Erstellen der Rezensionen gültig. Dankenswerterweise werden dort spezielle Fälle genannt, die nun nicht mehr erlaubt sind:

  • Sie stellen ein kostenloses oder vergünstigtes Produkt, einen Geschenkgutschein, Rabatte, Geldzahlungen oder andere Vergütungen als Gegenleistung für die Bewertung bereit.

Wir sagen: Es erfolgt bei der Vergabe eines Coupons/Produkte keine konkrete Gegenleistung für die Bewertung. Die Vergabe des Produktes ist freiwillig durch den Händler und ist weder eine Gegenleistung für oder an die Erstellung einer Rezension gekoppelt.

  • Sie bieten kostenlose oder reduzierte Produkte oder andere Vorteile an oder behalten diese in Zukunft ein, je nachdem, ob der Kunde eine Bewertung schreibt oder nicht.

Wir sagen: Ob ein Nutzer eine Rezension erstellt oder nicht, beeinflusst nicht, ob er in Zukunft weitere Produkte bekommt. Das System der Tester-Ampel, das dazu bisher ausgelegt war, wurde von uns deaktiviert.

  • Sie verwenden einen Bewertungsservice, bei dem die fortlaufende Mitgliedschaft des Bewerters vom Schreiben von Bewertungen abhängt.

Wir sagen: Siehe oben. Auf die fortlaufende Mitgliedschaft hat es keinen Einfluss, ob ein Nutzer eine Rezension auf Amazon erstellt oder nicht.

  • Sie verwenden einen Bewertungsservice, bei dem Sie Kunden basierend auf deren Bewertungen einstufen können.

Wir sagen: Sie haben keine Möglichkeit, Tester einzustufen. Sie konnten bislang Nutzer als "Favorit" speichern oder auf eine Blacklist setzen. Das haben wir de-aktiviert.

  • Sie verwenden einen Bewertungsservice, bei dem Kunden ihr öffentliches Amazon-Profil registrieren, sodass Sie die Bewertungen Ihrer Produkte überwachen können.

Wir sagen: Nutzer müssen kein Amazon-Profil angeben und es werden auch keine Bewertungen überwacht. Dies war Teil der zuvor genannten Tester-Ampel und wurde entsprechend angepasst.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Regeln nun für alle gleich gelten. Es macht trotzdem weiterhin Sinn Produkte über Review-Clubs zu vergeben, denn dies unterstützt zum einen die Sales und zum anderen ist die Rücklaufquote für Reviews in den Review-Clubs immernoch höher als bei organischen Sales. Weiterhin haben Sie in den meisten Review-Clubs die Möglichkeit, Nutzer direkt zu kontaktieren, während das bei Käufern auf Amazon nicht nötig ist. Dies können Sie für ein After-Sales-Management nutzen.

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Seit Anfang der Review Clubs vor etwa 3 Jahren ist die Angst bei Betreibern, Sellern und Reviewern immer wieder da, dass Amazon den großen Hammer auspackt und Strafen austeilt. Man bemüht sich allerorts, die Amazon Richtlinien zu erfüllen, aber jedes Gerücht über Amazon-Bestrafung führt regelmäßig zu wilden Spekulationen und Herzinfarkten meistens auf Seiten der Seller. Ach, wie schön wäre es doch, wenn Amazon sich mal vernünftig äußern würde, was nun geduldet wird und was nicht. Und natürlich hoffen auch viele Betreiber von Review Clubs auf den goldenen Ritterschlag von Seiten Amazon. Wer würde sich nicht gerne als offizieller Partner von Amazon sehen und am besten noch mit einem entsprechenden Siegel werben?

Weiterlesen: Welche Review-Clubs sind von Amazon akkreditiert?

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Nachdem in den USA bereits im Oktober eine Änderung der Amazon Terms of Service (TOS) vorgenommen wurde, um dem immer weiter um sich greifenden Geschäft "Coupon für Rezension" Einhalt zu gebieten, gibt es weitere schlechte Neuigkeiten: Mit Wirkung vom 11. November hat Amazon.com in den USA auch die Praktik der Coupon-Generierung tiefgreifend verändert.

Single-Use Coupons sind raus!

Zumindest in den USA kann man seit dem 11.November keine Coupons mehr generieren, die nur zum Kauf eines einzelnen Produktes genutzt werden können und dabei einen festgelegten Geldbetrag als Rabatt einräumen ("Money-off-Coupons").

Weiterlesen: USA: Ende der Coupon-Party? Nein!