Test: Philips HD9385/21 Wasserkocher, 5 Temperatureinstellungen 40 – 100 °C, 1,7 l, Edelstahl

Test: Philips HD9385/21 Wasserkocher, 5 Temperatureinstellungen 40 – 100 °C, 1,7 l, Edelstahl

 
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TPID
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Wasserkocher aus Edelstahl, 2400 W

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Schöner Wasserkocher, jedoch hochpreisig und mit einigen Designmängeln

Kurzbeurteilung:
(+) Schönes Edelstahldesign
(+) Kabellos dank separater Basisstation
(+) 5 verschiedene Temperatureinstellungen
(O) Edelstahloberfläche schön anzusehen aber auch sehr anfällig für Fingerabdrücke und Wasserflecken
(O) Oberfläche wird zudem sehr heiß
(O) Relativ laut
(O) Standby-Verbrauch nicht angegeben
(-) Edelstahlbehälter aber mit zusätzlichen Kunststoffteilen im Inneren (Scheiben, zwei Filterhalter)
(-) Design- bzw. Verarbeitungsfehler: verbogene Außenhülle an oberer Griffbefestigung
(-) Sehr hoher Preis
 
Lieferumfang:
Der Edelstahlwasser HD9385/21 von Philips wird in zwei Teilen geliefert: der eigentliche Wasserkocher sowie die zusätzliche "Basisstation" mit praktischem 360° Anschluss, an der auch die Temperaturvorwahl erfolgt. Der Wasserkocher ist für eine maximale Füllmenge von 1.7 L vorgesehen. Die Basisstation verfügt über ein im Boden aufwickelbares Netzkabel (nicht stufenlos aber trotzdem praktisch), das im abgewickelten Zustand allerdings auch nur knapp 75 cm lang ist.
 
Design und Verarbeitung:
Vom Gesamtpaket her hat mir das Edelstahldesign auf den ersten Blick gut gefallen. Uns war auch wichtig, dass wir unser Wasser nicht mehr in Plastik aufkochen. Im Laufe der Zeit werden allerdings die Nachteile eines solchen Designs ersichtlich: die gebürstete Oberfläche ist vor allem anfällig für Fingerabdrücke und Wasserflecken. Außerdem wird der Wasserkocher außen sehr heißt, da er nicht über eine doppelwandige Struktur verfügt. Hier besteht eine erhöhte Verbrennungsgefahr. Es gibt Konkurrenzprodukte am Markt, deren Innenstruktur aus Edelstahl besteht und die außen mit einer zusätzlichen Hülle aus Kunststoff versehen sind, um so die Temperaturproblematik zu umgehen.
Schade finde ich persönlich, dass der Wasserkocher im Inneren nicht konsequent ausschließlich aus Edelstahl aufgebaut wurde. Im unteren Bereich befindet sich innen ein Wasserfilter aus einer "Stahlwolle" u.ä., zu dem sich die Bedienungsanleitung aber ausschweigt. Dieser wird leider von einem Kunststoffgehäuse gehalten, das somit immer von dem kochenden Wasser umgeben ist.
Zudem befindet sich am Ausguss ein Mikro-Sieb-Filter, der Kalkpartikel zurückhalten soll. Auch dieser wird von Kunststoffteilen gehalten, die zwar beim Kochvorgang nicht mit dem Wasser in Berührung kommen, sofern der Kocher nicht maximal befüllt ist (befindet sich bei etwa 1.5 L Füllhöhe). Beim Ausgießen dann natürlich schon. Insgesamt wurde beim Design also nicht konsequent darauf geachtet, das Kochwasser nicht mit Kunststoffteilen in Berührung kommen zu lassen.
Schlussendlich sind auch die Sichtfenster auf beiden Seiten aus Kunststoff. Naja, immerhin hat man die der Hitze exponierte Kunststoffoberfläche im Vergleich zu Kochern, die komplett aus Kunststoff bestehen, deutlich reduziert.
 
Ein meiner Meinung nach ärgerlicher Designmangel, der bei einem so teuren Gerät nicht auftreten sollte, befindet sich oben am Griff (siehe Bild). Hier scheint die Halterung des Klappdeckels mit zwei Schrauben befestigt zu sein. Entweder wurden die Schrauben zu stark angezogen oder das Design der Deckelhalterung ist einfach nur mangelhaft. Jedenfalls haben diese beiden Schrauben die Edelstahlwandung nach innen verbogen, so dass sich zur außenliegenden Kunststoffblende ein deutlicher Spalt ergeben hat. Auch ein zweiter Kocher des gleichen Typs, der in unserer Familie angeschafft wurde, weist den gleichen Mangel auf. Daher gehe ich von einem typischen Schönheitsfehler aus.
Andere Kunden berichteten auch von Undichtigkeiten im Bodenbereich. Das ist bei uns bisher noch nicht aufgetreten aber werde ich natürlich im Auge behalten.
 
Funktion:
Der Wasserkocher tut in erster Linie was er soll: Wasser erhitzen. Meiner Meinung nach nicht besonders schnell aber auch nicht besonders langsam. Auffällig ist aber das relativ laute Kochgeräusch - vermutlich material- und designbedingt (keine Doppelwandung). Die Temperatureinstellungen finden wir ganz praktisch, wenn für bestimmte Getränke nicht ganz kochendes Wasser verwendet werden soll. Auch für Wärmflaschen hat es sich als praktisch erwiesen! Zur mangelnden Präzision der Temperatureinstellungen (vor allem bei 40°), über die sich mehrere Kunden beschwert haben, kann ich nichts sagen, da ich nicht selber nachgemessen habe. Es gibt eine Warmhaltefunktion, durch die das Wasser für max. 30 Minuten auf der gewählten Temperatur gehalten werden kann.
Da der Wasserkocher über keinen echten Hauptschalter verfügt und über Taster der Basisstation angesteuert wird, gehe ich von einem gewissen Standby-Verbrauch aus. Eine Angabe dazu habe ich bisher jedoch vergebens gesucht. Hat der Hersteller hier etwas zu verheimlichen und ist der Wasserkocher im Standby möglicherweise ein Energieverschwender? Mangels Messgerät konnte ich dies leider noch nicht prüfen.
 
 
Fazit:
Philips bietet hier einen formschönen Wasserkocher an, bei dem jedoch leider nicht alle mit dem Wasser in Berührung tretenden Teile konsequent aus Edelstahl gefertigt sind. Durch die fehlende doppelte Wandung wird er außen sehr heiß, weshalb Vorsicht im Umgang geboten ist - vor allem wenn Kinder in der Nähe sind. Die unterschiedlichen Temperaturstufen sind sicherlich sehr praktisch, allerdings auch mit dem Nachteil eines gewissen Standby-Verbrauchs verbunden, worüber sich der Hersteller jedoch ausschweigt.
Der Preis von aktuell ca. 94 € (02.10.2017) ist sicherlich sehr hoch gegriffen. Dies gilt vor allem angesichts der von mir angemerkten Design- bzw. Verarbeitungsmängel (verformte Außenwandung, s.o.).
Insgesamt reicht es damit nur für eine Bewertung von 3 Sternen.

In aller Kürze:

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Erfahrungszeit
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